Pressemitteilung der Stadt Bad Kissingen: Zentrum für angewandte Humanchronobiologie in Kooperation mit der Universität zu Lübeck geplant

Stadt Bad Kissingen
Stadt Bad Kissingen

Ein wichtiger Schritt für ChronoCity Bad Kissingen. In der Stadtratssitzung vom 11.05.2016 wurde die Ausarbeitung einer gemeinsamen Vereinbarung zwischen der Stadt Bad Kissingen und der Universität zu Lübeck mit dem Ziel beschlossen, ein gemeinsames Zentrum für angewandte Humanchronobiologie aufzubauen. Michael Wieden, externer Wirtschaftsförderer für die Stadt Bad Kissingen und Prof. Henrik Oster, Lichtenberg-Professor für Chronophysiologie an der image004
Universität zu Lübeck, stellten den Stadtratsmitgliedern das Projekt in nichtöffentlicher Sitzung vor. Im Kern geht es hierbei um ein überregionales Zentrum, welches seine primäre Heimat an der Universität zu Lübeck im für 38 Mio. € neu errichteten Center of Brain, Behavior and Metabolism (CBBM) finden wird. Innerhalb des geplanten Zentrums für angewandte Humanchronobiologie  wird hier vor allem Forschung und Lehre zum Thema „innere Uhren“ stattfinden.

Oberbürgermeister Kay Blankenburg begrüßt die geplante Kooperation mit der Universität zu Lübeck: „Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt innerhalb der Weiterentwicklung des Projektes ChronoCity geglückt, der Bad Kissingen neue Möglichkeiten bietet, seinen Ruf als einer der führenden Gesundheitsstandorte in Deutschland zu festigen und sich langfristig als innovativer, wissenschaftsorientierter Wirtschaftsstandort auf nationalem und sicher nun auch internationalem Parkett zu positionieren.“

Für Bad Kissingen ist der Aufbau eines „ChronoCollege“ geplant. Langfristig werden hier Vorträge, Seminare, Workshops und zertifizierte Lehrgänge entstehen und angeboten werden.  Dies wäre wohl die weltweit erste Akademie, welche für die praktische Umsetzung aufbereitete Forschungsergebnisse aus der Chronobiologie in der geplanten Bandbreite anbieten wird. Das Spektrum reicht dabei  von der Gesundheit/Medizin über Tourismus und Bildungswesen bis hin zur Personal- bzw. Unternehmensführung. Weitere Hochschulen haben bereits den Wunsch nach einer Zusammenarbeit angekündigt.

Vorbehaltlich der Finanzierung ist geplant, bis zum 01.01.2017 eine Professur zur Koordination des Zentrums zu etablieren, welche neben Prof. Henrik Oster als Leiter des Zentrums selbst, zum Einen die Schnittstelle zwischen Lübeck und Bad Kissingen darstellen, zum Anderen den Aufbau des ChronoCollege aktiv vorantreiben wird.

Somit ist dieser Beschluss vom 11.05. als ein wichtiges Signal nach außen zu verstehen, dass die Stadt Bad Kissingen hinter der Initiative der Wirtschaftsförderung und der Universität zu Lübeck steht und Michael Wieden als externen Wirtschaftsförderer auch die zeitlichen Freiräume bietet, sich innerhalb seiner weiteren Aufgaben auch diesem Projekt zu widmen.

ChronoCity – Pilotstadt Chronobiologie ist ein von Michael Wieden initiiertes und im August 2013 gestartetes Projekt der Wirtschaftsförderung, zusammen mit Prof. Till Roenneberg, Prof. Martha Mearrow (beide LMU München), Dr. Thomas Kantermann (Universität Groningen/Niederlande) sowie der Staatsbad Bad Kissingen GmbH. Dieses hat zum Ziel, die Wissenschaft der Chronobiologie strategisch zum Wohle der Stadt Bad Kissingen, seinen Bürgern und Einrichtungen weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen dabei die langfristig angelegte Optimierung vorhandener Kur- und Therapieansätze, aber auch die Steigerung der Lebensqualität für die Bad Kissinger Bürger. Als Beispiele zählen hier aktuell die Initiativen am Jack-Steinberger-Gymnasium und der Hescuro-Klinik.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Bad Kissingen

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in News, Presse und getaggt als , , , , , . Fügen Sie den permalink zu Ihren Favoriten hinzu.

Schreibe einen Kommentar