Tag-Archiv: Personalführung

Liquid Work – Die Arbeit um den Menschen biegen

Nicht wenige Menschen sehen in der strikten Trennung von Beruf und Privat die effektivste Möglichkeit im Kampf gegen die massenhafte arbeitsbedingte Zunahme von Burn-Out, psychosomatischen Erkrankungen und Depressionen. Nur wer es schafft, in der Freizeit Smartphone und Kopf abzuschalten, entgeht dem drohenden Psychoinfarkt.

Ist dies aber tatsächlich so? Oder ist es nicht eher eine Illusion, dies tatsächlich umsetzen zu können? Ist es nicht sogar eher für beide Seiten ein fauler Kompromiss? Unabhängig von der Tatsache, dass permanente Erreichbarkeit längst in die Arbeitsverträge (Legalität hin oder her) Einzug gehalten hat, stellt sich die Frage, ob sich der Kopf ebenfalls mit dem Druck auf den „Off-Knopf“ des Smartphones abschalten lässt. „Kopfkino“ nennt sich diese Dauerschleife, welche nicht wenigen die doch so wertvolle Freizeit (sind wir tatsächlich in der Wahl dieser Zeit frei?) gewaltig verhagelt. Unzählige Bücher füllen die Regale, welche mit allerlei Tipps und guten Ratschlägen den Weg zum „Off-Button“ des Kopfkinos ebnen sollen. Ob, und wie lange es tatsächlich zum Erfolg gereicht, ist fraglich, und muss Jeder für sich beantworten.

Ich stelle eher die Gegenfrage: Warum diese Trennung überhaupt mit Gewalt herbeiführen? Kann es nicht effektiver und gesünder sein, Beruf und Privates gar synergetisch zu verbinden? 

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Warum Stellenbewerber nicht Ihren optimalen Arbeitsplatz selbst beschreiben lassen?

Lassen Sie doch einmal Ihre Bewerber den Arbeitsplatz beschreiben!
Bildquelle: ©Jorma Borg / pixelio.de
Bildbearbeitung: ©Michael Wieden

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Flexibles Arbeiten – Halbherzigkeit schafft negativen Effekt

Flexibles Arbeiten muss professionell eingeführt werden!
Der Fehlzeitenreport 2012 der AOK, zeigt wieder deutlich, dass Halbherzigkeit in Verbindung mit der falschen Denkweise eine an sich sehr wichtige Entwicklung, in eine falsche Richtung drängt. Flexibles Arbeiten soll eigentlich zum Ziel haben, Pendelsituationen zu vermeiden, und dem Mitarbeiter eine, zumindest temporäre, Wahl des Arbeitsplatzes, zugestehen. Die Studie zeigt jedoch deutlich, dass neue Konzepte mit alten Denkmodellen eher zu einem gegenläufigen Effekt führen. 

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Lange Arbeitswege machen krank und dick

Pendeln ist ein hoher Stressfaktor
Man sollte sich lieber nicht die Mühe machen einmal zusammenrechnen, wieviel Zeit man im Leben damit verbringt, die Distanz zwischen Arbeitgeber und Wohnung zu bewältigen. Oder doch?
Rechnen wir 45min einfache Anfahrtszeit, bei 5 Arbeitstagen/Woche, 46 Wochen im Jahr, und dies bei 40 Jahren Arbeitsleben, dann kommen wir auf sage und schreibe 575 Tage unseres Lebens die wir nur zu diesem Zweck ununterbrochen unterwegs sind.
Agentur für Arbeit und Arge sehen dies als relativ problemlos an, werden doch als „zumutbare Fahrtzeit“ auch schon mal 2-3h angesetzt – je nach Fallkonstellation. Laut statistischem Bundesamt sind Fern-Pendler im Schnitt 74min unterwegs – einfach. Dies bedeutet, dass ein großer Anteil weit länger unterwegs ist. So werden aus den 575 Tagen ununterbrochener „Pendel-Fahrtzeit“ schnell über 1000 – also fast 3 Jahre. Rechnen wir den Schlaf als gefühlte „nichterlebte Lebenszeit“ ab, kommt noch einmal 1/3 drauf.

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